Magnetresonanztomographie


Herz-MRT bei 3,0 Tesla
Herz-MRT bei 3,0 Tesla: Intramurale und subepikardiale spätes Kontrastmittelaufnahme (Late Gadolinium Enhancement, LGE) bei einem jungen Patienten mit Herzmuskelentzündung (Myokarditis): links kurze Herzachse mittventrikulär, rechts Vierkammerblick.

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht mit diversen leistungsstarken Verfahren die Diagnostik an sämtlichen Organsystemen einschließlich des Nervensystems, des Herzens, der Gefäße sowie des Bewegungsapparates. Mit unseren drei modernen Tomographen der Feldstärken 1,5 Tesla und 3,0 Tesla können wir die modernsten diagnostischen Standards der MR-Technologie umsetzen. Weiterhin ist es uns - abhängig von der Fragestellung - möglich, Patienten bis zu einem Körpergewicht von 200 kg zu untersuchen. Jährlich führen wir derzeit knapp 6.000 Untersuchungen für stationäre und ambulante Patienten durch.

Folgendes breite Leistungsspektrum können wir nach Absprache für unsere ambulanten und stationären Patienten anbieten:

  • Einen besonderen diagnostischen Schwerpunkt stellt die umfassende kardiovaskuläre Bildgebung dar. Hierzu zählen die MRT-Untersuchungen des Herzens einschließlich Adenosin-Stressperfusion, Klappendiagnostik, Flussmessungen, Vitiendiagnostik sowie die zeitaufgelöste 3D MR-Angiographie der Gefäße in den Regionen Kopf/Hals, Thorax/Abdomen sowie Becken/Bein.

MR-Angiographie
MR-Angiographie: 3D-Rekonstruktion zur Darstellung der Gefäßversorgung eines Knochentumors im rechten Femurkopf/-hals.

  • Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der differenzierten Abklärung von Veränderungen der Bauchorgane. Hierbei nutzen wir sämtliche diagnostische Möglichkeiten zur Detektion und Differenzierung von Organläsionen einschließlich der Diffusionsbildgebung (DWI) und des Einsatzes von organspezifischem Kontrastmittel. Letzteres ermöglicht uns z.B. eine hochsensitive Diagnostik von Lebertumoren und kommt v.a. bei der Differenzierung von unklaren Leberläsionen zum Einsatz.

  • Im Bereich der Diagnostik des gastrointestinalen Systems bieten wir die Abklärung von entzündlichen Darmerkrankungen oder auch von Darmtumoren mit dem sogenannten MR-Sellink (Hydro-MRT) Verfahren an. Die hochauflösende Darstellung von Rektumkarzinomen gehört als Standardverfahren zur Ausbreitungsdiagnostik dieser Tumoren.

Mittels bei uns etablierter Echtzeit-MR-Technologie können z.B. Verwachsungen im Bauchraum, die  Diagnostik von Darmentleerungsstörungen oder auch die Herniendiagnostik differenziert durchgeführt werden.

  • Ein Leistungsschwerpunkt, in dem insbesondere auch die hochauflösende 3,0 Tesla-Technologie zum Tragen kommt, ist die multiparametrische Diagnostik der Prostata. Hierbei dienen neben der Standardbildgebung die Auswertung der Kontrastmitteldynamik (CDE), die Diffusionsbildgebung (DWI) und die Spektroskopie (MRS) zur modernen und umfassenden Abklärung von tumorverdächtigen Läsionen der Prostata.

  • Einen besonderen Vorteil bieten unsere beiden 3 Tesla-Tomographen bei der hochauflösenden Diagnostik von frühen Gelenkveränderungen oder komplexen Gelenkverletzungen.

MR-Hüftarthrographie
MR-Hüftarthrographie nach vorheriger intraartikulärer Kontrastmittel-Injektion:

Hierbei ist ein hervorzuhebender Leistungsschwerpunkt die MR-Arthrographie, welche nach durchleuchtungsgesteuerter Einbringung von Kontrastmittel in den Gelenkraum die Beantwortung von speziellen Fragestellungen ermöglicht. Schwerpunktmäßig werden bei uns MR-Arthrographien des Hand-, Schulter- und Hüftgelenks durchgeführt.

  • Als Besonderheiten im Kopf/Halsbereich bieten wir neben der differenzierten Tumordiagnostik auch die hochauflösende funktionelle Diagnostik des Kiefergelenkes an.

  • Unsere Abteilung für Mammadiagnostik bietet Ihnen die Hochfeld MR-Mammographie bei 3,0 Tesla einschließlich MR-geführter Biopsie sowie Befundmarkierung mittels Clipapplikation an.

  • Für schwangere Patientinnen können wir in besonderen Fällen mit der MRT die Anwendung ionisierender Strahlung und den Einsatz von Kontrastmittel vermeiden. So ist es uns mittels schneller Bildgebungstechniken möglich, einen entzündlichen Prozess, einen Beckenvenenthrombose oder eine Lungenarterienembolie (LAE) zu diagnostizieren bzw. auszuschließen.